Bei meiner langjährigen Arbeit in der Pflege und Betreuung fehlte mir immer mehr ein Lebensaspekt: die Sexualität. 
Sie gehört zum Menschen. Ohne sie gäbe es uns nicht und sie ist mitverantwortlich, dass wir so sind wie wir sind. Sexualität zu negieren, ist wie einen Teil des Menschen nicht zu sehen. Dabei möchten wir doch alle gesehen und angenommen werden...

Seit 1974 manifestiert die Weltgesundheitsorganisation, dass die Qualität der sexuellen Gesundheit unser allgemeines Wohlsein und die Lebensqualität beeinflusst. Nach so vielen Jahren ist es jedoch für viele Menschen immer noch eine grosse Herausforderung mit ernsthafter Lockerheit über Sexualität, Sex und Erotik zu sprechen. Es ist einfacher zu Witzeln und zu Ironisieren, als die eigene Meinung oder Bedürfnisse bewusst und stressfrei zu kommunizieren. Es fehlen manchmal Worte, teils Wissen und Wege, wie darüber zu sprechen oder die Sexualität entspannt und erfüllend erleben zu können.
Das möchte ich ändern, oder zumindest meinen Teil dazu beitragen. Den Menschen ist es meist nicht bewusst, doch Sexualität ist, auf verschiedenste Weise, ein übergreifendes Thema in alle anderen Lebensbereiche - im hinderlichen, wie im förderlichen Sinne. 



 

Doch was bedeutet Sexualität? Und was sexuelle Gesundheit?

Beide Begriffe schliessen die gleichen Aspekte mit ein, die im nebenstehenden Kreismodell dargestellt sind. 


Das Sporken-Modell erklärt Sexualität vereinfacht mit diesen drei Zonen:
wenn ein Mensch sich bei einigen Aspekten im 1.Kreis nicht wohl oder sicher fühlt, wird es auch schwieriger das Körperliche (mittlerer und innerer Kreis) entspannt, freudig und erfüllend zu erleben.  

 

"Sexualität ist so viel mehr als machen.
Sexualität beginnt mit SEIN."
Claudia Pesenti-Salzmann