Sexualität ist ein komplexes Lebensthema und hat für jeden Menschen eine eigene Bedeutung. Sie hat 1000 Facetten, wird sehr individuell gelebt und untersteht Veränderungen, wie auch unser Leben. 

 

Das Wort "Einschränkungen" kann sehr viel bedeuten. Es ist eine subjektive Wahrnehmung, was und wo ein Mensch sich eingeschränkt fühlt. Dabei kommt es nicht auf die Lebensumstände, das Alter oder den Gesundheitsstatus an. 

 

Jedoch weiss man heute, dass durch eine chronische Erkrankung, wie z.B Krebs, neurologische Leiden (z.B. Parkinson, MS, ASL, Demenz), Herz/Lungenkrankheiten, usw. und/oder eine Behinderung (körperlich/kognitiv/sensitiv/psychisch), das sexuelle Wohlsein und die sexuelle Gesundheit einschneidend beeinträchtigt werden können.

Für viele Menschen ist Sexualität am Anfang einer ernsthaften Erkrankung oder einer neuen Lebenssituation oft kein Erstlinien-Thema. Die Prioritäten sind da meist gewichtet auf Strategien, die vorerst das Weitergehen ermöglichen.
Doch wenn die akute Phase, oder schwierigsten Momente vorbei sind, und eine neue Normalität angestrebt wird, fehlen vielen Betroffenen und deren Partner*innen oder der Familie adäquate Informationen oder Unterstützung, um mit den verschiedenen Veränderungen förderlich umzugehen. 

 

Die Herausforderung ist, sich mit der neuen Situation bewusst zu befassen, den Anliegen für sich selbst und in der Paarbeziehung, bzw. Familie Raum zu geben und den Möglichkeiten entsprechend individuell Massnahmen anzuwenden, um wieder sexuelles Wohlsein zu erreichen. 

Genau dabei begleite ich Menschen ab 18 Jahren von der Diagnose bis zur Nachsorge und/oder im Alltag.